Verletzten Versorgungsteam See bei der BF-Flensburg
Vorgesehen war, dass diese Teams aus einem LNA (Leitender Notarzt), einem NA(Notarzt) sowie vier RA’s(Rettungsassistenten) bestehen sollten.
Da bei der Berufsfeuerwehr Flensburg fast alle Beamten tätige RA’s sind und zudem auch eine Ausbildung in Schiffsbrandbekämpfung haben, begann man in Flensburg nach geeigneten Ärzten zu suchen. Als erstes suchte man Notärzte und Leitende Notärzte, die auch das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) besetzen.
Nachdem man diese gefunden hatte, besuchten die Ärzte Lehrgänge, wie z.B. in Mariensiel den, Winschlehrgang sowie in Nordholz den Lehrgang „Überleben auf See“.
Da es bei diesen Lehrgängen vor kam, dass der Überlebensanzug der Schiffsbrandbekämpfer, für die Ärzte zu unbequem und zu unhandlich war, wurden von der BF Lübeck Anzüge aus GORE Tex Faser beschafft.
Diese haben den Vorteil, dass man mit ihnen in seine eigenen Schuhe einsteigen kann. Der Nachteil besteht darin, dass man einen Schutzoverall überziehen muss, da der Kälteschutz-
anzug sehr empfindlich gegenüber mechanischen Beschädigungen ist.
Ferner wurden für die Anzüge ein paar Fingerhandschuhe sowie eine Kopfhaube aus dem Taucherzubehör beschafft.
Für die eigene Sicherheit stehen dem Team noch Rettungswesten mit Automatiksperre (da Automatikwesten in Helikoptern nicht zugelassen sind) sowie ein Schutzhelm zur Verfügung.
Die Einsatzrucksäcke dieses Teams wurden in Cuxhaven in Zusammenarbeit mit anderen Ärzten entwickelt und entsprechend bestückt. Ihr Inhalt besteht in erster Linie aus Medikamenten und Verbandsmaterial zur Erstversorgung. Dies hat auch den Vorteil, dass alle Teams, die in der Verletztenversorgung tätig sind, die gleiche Ausrüstung besitzen und nicht jeder sein „eigenes Süppchen“ kocht. Des weiteren besitzt das Team zwei Rettungswannen in denen auch die Einsatzrucksäcke transportiert werden können. Je nach dem welches Transportmittel zur Verfügung steht, werden die Säcke in den Wannen oder in einem
Netzkorb transportiert.
Ein Einsatz für die BF-Flensburg würde wie folgt ablaufen:
Nach Eingang der Alarmmeldung, alarmiert die Leitstelle den LNA, einen NA sowie vier RA’s. Diese kommen zu Wache und rüsten sich dort aus. Anschließend fahren sie mit ihrer Ausrüstung entweder zum Flugplatz Schäferhaus oder zu einen von der Einsatzleitung angewiesenen Abholungsort. Am Unglücksort angekommen, macht sich der LNA zusammen mit einem RA ein Bild von der Lage. Der NA in Zusammenarbeit mit einem RA und die beiden RA’s beginnen anschließend mit der Verletztenversorgung. Anschließend wird der Abtransport der Patienten organisiert.
Hier ist es äußerst wichtig, das jeder Passagier erfasst und sein Verbleib protokolliert wird.
Dieses wird regelmäßig (einmal im Jahr) geübt und hat sich bis jetzt als sehr erfolgreich erwiesen.
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